Das zweite Mofa Rennen in meiner Motorsportlaufbahn stand am ersten Augustwochenende in Hohentengen auf dem Programm. Nachdem nicht ganz so nach unserm Plan verlaufenden Rennen im Jahr 2010, sollte es dieses Jahr  besser klappen. Doch es wollte von Anfang an nicht so funktionieren wie wir es wollten.

  

OK, von vorne. Erst dauerte es eine Ewigkeit, bis wir eins für diese Zwecke geeignetes Mofa hatten. Einige Wochen vor dem Rennen hatten wir unsere langersehnte Puch Ranger dann bekommen, aber in was für einem Zustand!
Einige (viele) Arbeitsstunden gingen drauf bis das Mofa mal wieder fahrtauglich aussah, doch laufen wollte es immer noch nicht. Nach vielen Telefonaten und Recherchen im Internet, lief die Puch dann 2 Tage vor dem Rennen, zwar nicht gut (schnell) aber sie lief.
 
Zum Rennen: Die gut hergerichtete 950m Strecke die über ein abgedroschenes Feld ging, war bereit von den 54 Mofa Rennteams befahren zu werden. Im freien Training durften wir dann schon feststellen das wir absolut keine Chance haben auf einen guten Platz.

Der „Le Mans“ Start verlief dann  gleich wie im Jahr zuvor, ich war einer der ersten am Mofa, doch anlaufen wollte es  nicht. Nach einer halben Runde Rückstand, sprang es endlich an und die Hatz „Rund um die Uhr“ konnte beginnen. Mit Rundenzeiten die über  eine Minute langsamer waren als die Spitzenteams, knatterten wir dann Runde um Runde übers Feld. Anfangs wechselten wir (Marcel Schlenker, Andre Kiener und Thomas Schaller) uns alle 2h ab, das sollte aber gegen Rennende nicht mehr klappen. Nach ein paar Stunden zog ein heftiges Wetter auf  und es regnete zum Teil in Strömen. Viele Teams mussten bereits nach einigen Minuten wegen technischen Defekten die Segel streichen. Wir allerdings fuhren und fuhren (langsam) weiter. Doch in der Nacht, bereits schon auf Platz 17 liegend erwischte es uns dann auch, Zündprobleme und ein Reperaturpause von 1,5h  warf uns wieder ein wenig nach hinten. 1:30 Uhr und es ging im mittlerweile tiefen Matsch weiter, aber es war  schon eine regelrechte Tortur zum fahren, so dass teilweise nur noch fünf von 54 Mofas auf der Strecke unterwegs waren.
Ca. 4 Uhr und unsere Zündung hatte wieder den Dienst quittiert. Wir Fahrer waren dann auch schon soweit aufzugeben. Doch als uns ein Konkurrent sagte, das wir obwohl wir mittlerweile schon seit 3,5h in der Box standen auf dem 16 Platz lagen, wurde mein Ehrgeiz wieder geweckt. Wir richteten das Mofa in den frühen Morgenstunden  nochmal her und kämpften uns im tiefen Matsch Runde für Runde an die Top Ten Platzierung heran. Da die 6 vor uns liegenden Teams auch schon aufgeben mussten, hatten wir (mehr oder weniger) leichtes Spiel in die Top Ten zu fahren. Zwar mussten wir mangels Kraft alle 3 Runden den Fahrer wechseln, aber es machte sich am Schluss bezahlt.
Mit einem wahnsinnigen Endspurt schafften wir es doch tatsächlich noch auf einen super neunten Gesamtplatz und das mit Rundenzeiten die zum Teil zwei Minuten langsamer waren als die Spitzenteams. Noch dazu kam, dass sich der 2. und auch der 3. Gang einige Stunden vor Schluss verabschiedete.
Fazit: Das langsamste Mofa gehörte uns, doch wir haben gekämpft wie die Löwen und wurden mit einem einstelligen Gesamtplatz belohnt.
Das Ziel für 2012 ist es, mit einem schnelleren Mofa die TOP 5 Platzierungen anzugreifen.


Endergebnis unter:
http://www.sportstiming.ch/fileadmin/user_upload/pdf.dateien/resultate/24h-Mofarennen-gesamt.pdf