Mit Vorfreude im Bauch ging es am Freitagnachmittag los auf eine meiner Lieblingsstrecken nach Trossingen (D). Es war geniales Wetter vorausgesagt, und so kam es dann auch. Doch mein über den Winter neu aufgebauter Renault Clio wollte nicht ganz wie ich wollte.

  


Samstagmorgen: Nach der bereits schon am Freitag erledigten Fahrzeugabnahme, konnte es am Samstagmorgen dann gleich mit dem über 2 Runden andauerndes Zeitfahren losgehen.
Da sie die Strecke vor meiner Klasse noch wässerten, stellte ich mich mal lieber etwas hinten an, um auf trockener Piste bessere Runden zu drehen. Dies klappte eigentlich auch gut (also die Strecke war trocken bis ich dran kam) aber das Auto wollte die 2 Runden einfach nicht richtig laufen. Mit Verdacht auf  Benzinprobleme, konnte ich mein Fahrzeug  leider nur auf Platz 7 von 19 Startern platzieren.
Schlechte Vorzeichen für die Rennen, erstmal wussten (wissen) wir die Fehlerursache nicht und zweitens ist es auf der engen kurzen Strecke in Trossingen kaum möglich, Plätze gut zu machen. Zum ersten mal in Trossingen trugen sie diesmal 3 Rennläufe aus, die über eine Rundenzahl von 7, 7 und 10 Runden gingen. Mit dem positiven Hintergedanken aus dem Jahr 2008, in dem ich von Platz 14 auf 2 fuhr, wagte ich mich dann in den ersten Vorlauf über 7 Runden.
Und  komisch, das Auto lief auf einmal wieder wie ein Uhrwerk, und ich konnte Platz um Platz mit meinen neu aufgezogenen Reifen gutmachen. Am Schluss sprang doch tatsächlich Platz 1 und ein Plattfuß heraus. Das Rennen wurde von vielen als das beste und spannendste Rennen des gesamten Wochenendes betitelt. Wegen meiner „angeblich“ harten Fahrweise bekam ich im Anschluss des Rennens noch die schwarz/weiße Fahne, während mein Teamkollege Fabian Berger im gleichen Rennen sogar die schwarze Fahne bekam (zu unrecht, was viele der Zuschauer und auch das Video beweisen konnte).
Lauf 2: Plattfuß behoben und los ging es von der Pole Position aus ins 2. Rennen. Das ganze Wochenende nun unter Beobachtung fahrend, durfte ich mich auf keinerlei Scharmützel mehr einlassen. Auf der frisch bewässerten Strecke konnte ich mich von der ersten Runde an behaupten und fuhr in den 7 Runden fast einen ½ Runden Vorsprung heraus. Die nassen und rutschigen Bedingungen kamen mir sehr entgegen.
Sonntagnachmittag: Aufgrund diverser Vorkommnisse in der Klasse 3 wurde unser Finallauf als Strafe auf den letzten Lauf des Tages verlegt. Von der Pole aus ins Rennen konnte ich die Führung behaupten, bis es drei Rennabbrüche wegen überschlagenen Autos gab. Nach dem vierten Neustart wollte mein Auto dann wieder nicht mehr laufen. Mit den gleichen Symtomen wie im Zeittraining hatte ich einfach absolut keinen Vortrieb mehr. Ich fuhr härteste Kampflinie, verlor aber Platz um Platz. Am Schluss kam nur ein enttäuschender 5 Platz heraus und die Ungewissheit, was am Auto nicht stimmt. In der Meisterschaft konnte ich dank der zwei super Vorläufe die Führung sogar noch um 1 Punkt ausbauen. Nun ist die Aufgabe bis zum nächsten Rennen in Bure (CH) 11-12.07.09 den Fehler des Autos zu beheben.

Weiter Infos unter: www.3nationen-cup.com Klasse 3