Nach genau 14 Jahren ging es für mich mal wieder auf die im Allgäu liegende Kartbahn Kaufbeuren.
Auf dem Plan stand ein 24h Rennen welches ich für mein Team Eusteracing dort bestreiten sollte. Für unser Team ins Lenkrad griffen an diesem Wochenende:  Jonas Greifenstein, Marcel Schlenker, Sebastian Papke, Daniel Hehl, Johannes Mayle, Anton Hahnenkamm und Thomas Schaller.
Für die richtige Strategie am Streckenrand hatten wir Michael Eusterholz sowie Clemens Hehl dabei.

  

 

 

 


Freitag = Anreise Tag, um auf der für uns unbekannten Strecke noch ein paar Meter zu drehen.  Doch für mich viel das Training kurzfristig flach, da ich mir beim Tasche umladen einen Nerv zwischen den Schulterblättern eingeklemmt hatte. So hieß es für mich hoffen, dass es am Veranstaltungstag wieder geht.

Samstagmorgen: Nach der Fahrerbesprechung, bei dem die leider nur 12 anwesenden Teams gespannt zuhörten, sah man in den einzelnen Gesichtern schon eine bestimmte Unzufriedenheit über manche Reglementpunkte. Die sich später auch bestätigten.

Nichts desto trotz stand das freie Training an, welches sich über 90 Minuten erstrecke. Beenden konnten wir dieses auf Platz 2.

Gleich im Anschluss das Qualy welches über 15 Minuten ging. Daniel griff für uns ins Lenkrad und konnte unser Kart dann doch noch ganz knapp auf die Pole Position stellen, was für den Le Mans Start natürlich eine sehr gute Ausgangsposition war.

Den Start um 13.45 Uhr nahm dann unser junger wilder Jonas Greifenstein unter die Füße, bzw. Räder. Er machte es grandios und setzte sich gleich ein wenig vom Feld ab. Wir konnten uns im ersten Rennviertel dann sukzessive vom Rest des Feldes absetzen bis auch wir von einem technischen Defekt eingeholt wurden. Johannes bleib auf der Strecke mit einem kapitalen Motorschaden (abgerissenes Pleuel= Loch im Motorgehäuse) liegen. Durch die in der Fahrerbesprechung festgelegte Regelung, das bei einem Defekten Kart auf der Strecke alle Teams unter Rot Licht sofort stoppen müssen, war der Zeitverlust daher nicht ganz so groß. Übrigens war dies eine von x Rot Phasen 
Leider war der Karttauschmodus bei diesem Rennen auch ein wenig KOSMISCH. So wurden bei diesem Rennen nicht wie üblich alle Karts unter den Teams durchgetauscht, sondern ein Zufallsgenerator Einfahrt Box entschied in welche der beiden Boxenstrassen du einfahren musst um das Kart zu tauschen. Übrigens musste man bei jedem Fahrerwechsel das Kart tauschen und auch gleichzeitig 60 sec stehen bleiben. Ein fairer Ablauf war daher kaum möglich, da nicht jedes Team mit jedem Kart fahren sollte. Somit gab es Teams, die an diesem Wochenende einfach Glück hatten und es gab aber leider auch Teams, die nur Pech hatten und daher auch keinerlei Chancen ein besseres Ergebnis zu erzielen. Auch uns erwischte es das ein oder andere mal mit Karts die dann doch ca. 1-1,5 sec langsamer waren als die Top Karts.  Marcel griff zum Beispiel gleich zweimal hintereinander in die Schei……
Anton hingegen hatte in allen seinen Turns einen sogenannten „Edelbrenner“ und konnte damit mächtig Runden zwischen uns und unsere Kontrahenten legen.
Trotz allem waren wir auch mit diesen nicht so tollen Karts recht schnell unterwegs, so dass wir unseren Vorsprung von Stunde zu Stunde weiter ausbauen konnten. Auf den Plätzen 2-5 kämpften lange Zeit das Hausteam ML-Racing, Hotweehls, Formiko Racing sowie das cartteam.de Team um die begehrten Plätze auf dem Podest.
Schlussendlich nach x Rotlichtphasen, kaputten Karts, ausgefallenen Transpondern, gute wie auch schlechte Karts (+- 1,5 sec), linke wie auch rechte Kartwechselspur, haben wir das „Lotterie Rennen“ dann doch noch mehr oder weniger souverän mit 20 Runden Vorsprung auf ML-Racing und 21 Runden Vorsprung auf Formiko Racing gewinnen können.

Der Schlüssel zum Erfolg war eine sehr sehr starke Teamleistung, zwei aufmerksamen Teamchefs in der Boxengasse, eine gute Taktische Einstellung sowie ein Quäntchen Glück.
Nach geschlagenen 2 Stunden nach Rennende, fand dann auch die Siegerehrung statt, die mit für so ein Rennen lächerlichen Pokalen vollzogen wurde.

Fazit: Eigentlich eine schöne Kartanlage, mit etwas mehr Disziplin und Engagement könnte man vieles aus der Halle herausholen. Doch Karts, die auf 430 Meter über 1 sec. Streuungen aufweisen (kaputt gehen), ein Kartwechselmodus der nach den Sternen geht und Pokale aus dem Kaugummiautomaten, ist ein absolutes NO- GO.

Gerne würden wir unseren errungenen Titel im Jahr 2015 verteidigen und noch einmal ins schöne Allgäu reisen, aber dazu müssten einige Punkte am Reglement angepasst bzw. überarbeitet werden.
Na dann, bis vielleicht 2015 in Kaufbeuren.

 

 

 

                   

                    Das Team Eusteracing von oben li. M. Schlenker, S. Papke, J. Greifenstein, J. Mayle, A. Hahnenkamm,
                    D. Hehl von unten li. die beiden Teamchefs C. Hehl, M. Eusterholz und Fahrer Th. Schaller

                   

                    die drei von der Tankstelle :-) J. Greifenstein, M. Schlenker und Th. Schaller

                   

                    Ich in Aktion Ende der Start/Ziel Geraden

                   

                    auf der Start/Ziel Geraden

                   

                    Zieleinfahrt nach 24h mit 20 Runden Vorsprung

                   

                    Ich nach vollbrachter Arbeit

                   

                    Das offizielle Endergebnis

                   

                    Die Top Drei Teams: P1 = Eusteracing, P2 = ML-Racing und P3 = Formiko Racing Team

                   

                    Ich mit meine Schatz bei der Siegerehrung

                   

                    Das komplette Sieger Team Eusteracing