Nach Platz 2 im Vorjahr, galt es dieses Jahr erneut das Podest anzugreifen. Das Team Eusteracing, welches Freitagnachmittag anreiste, war guter Dinge und auch fahrerisch gut besetzt. So griffen für unser Team ins Lenkrad: Stephan Epp, Stefan Siepmann, Daniel Hehl, Michael Schöttler, Dennis Höller, Thomas Schaller. Als Teamchefs/Strategiefüchse waren Clemens Hehl und der Teamgründer Michael Eusterholz dabei.

 

 


 

Die Veranstaltung fing dann Freitagnachmittag mit dem Teamchefmeeting und der Kartauslosung an. Anschließend begann das 2-stündige freie Training, welches ich mit einer Zeit von 1:03.389 auf dem vierten Platz (+0,373 sec) beenden konnte. Das Super Pole Qualifying fuhr dann Stefan Siepmann für uns.
Die Pole Position holte sich mit einem gehörigen Abstand dann das Team Hot Wheels 1, vor eng aufeinander liegenden Kart 2000 T1, Team Schnitzelalm und unserm Team Eusteracing.
Der fliegende Start, den die 21 Teams unter die Räder nahmen, verlief dann recht unspektakulär. Stefan konnte die Pace der drei Führenden gut mitgehen und hielt den Abstand sehr gering. Der 2. turn ging dann an mich. Mit konstant schnellen Rundenzeiten konnte ich das Kart dann sogar nach meinem 74 min turn auf Platz 1 übergeben.
Im Laufe des Rennens konnten wir uns dann zusammen mit dem Titelverteidiger (Hausteam) Kart 2000 T1 vom Rest des Feldes absetzen. Den Vorsprung konnten wir aber leider kaum auf über eine Runde ausbauen, was auf dieser Bahn sehr wichtig gewesen wäre, da man zu jeder Zeit (wetterbedingt) mit der Schließung des Outdoorbereichs rechnen musste. Und dies funktioniert nur mittels Pace Kart Phase. Da dieses das komplette Feld erst einmal einfangen muss, bevor die Halle geschlossen werden kann. Und so kam es wie es kommen musste! Nach etwas mehr als 4h Fahrzeit, begann es so kräftig zu regnen, dass ein Fahren im Freien nicht mehr möglich war. Die Halle wurde geschlossen und unser schöner 30 Sekunden-Vorsprung war futsch. Zu allem Überfluss verabschiedete sich die Zeitnahme auch gleich, so dass das Rennen für eine gute halbe Stunde unterbrochen werden musste.
Weiter ging es danach dann nur noch im Indoorbereich, weil es außen viel zu nass war. Nach ca. 13h haben wir es dann auch endlich geschafft, wir hatten uns eine Runde Vorsprung auf das Team Kart 2000 T1 herausgefahren. Platz 3 (Team Humpenheber) war zu diesem Zeitpunkt schon 5 Runden hinter uns.
Die Strecke wurde dann in den frühen Morgenstunden doch noch einmal aufgemacht, aber leider auch aufgrund eines erneuten Regenschauers wieder nach wenigen Stunden geschlossen. Die letzten paar Stunden, wurden daher nur noch in der Halle zurückgelegt.
Mit einer konstant starken TEAM-Leistung konnten wir schlussendlich das Rennen mit etwas mehr als 2 Runden Vorsprung auf Kart 2000 T1 gewinnen. Geteilter Dritter mit ziemlich genau 10 Runden Rückstand wurde das Humpenheber Team, sowie das Hot Wheels T1. Geteilter dritter daher: Rennabschnitt 1 (vor dem PC Absturz ca. 4h) wurde mit dem Rennabschnitt 2 (nach dem Neustart ca. 20h) verrechnet und da kam ein geteilter Dritter Platz dabei heraus.

Fazit: Wir hatten das Rennen ab der zweiten Rennstunde in unserer Hand und konnten den Vorsprung über die ganzen 24h recht gut verwalten. Jeder aus unserem Team fuhr super konstante Zeiten, so dass eigentlich zu keiner Zeit Gefahr bestand, den ersten Platz zu verlieren. Schlussendlich war es dann doch recht deutlich, wobei man das sehr stark fahrende Heimteam (Kart 2000 T1) nie unterschätzen durfte.
Ich persönlich krönte meine Leistung mit gleich ZWEI absolut schnellsten Rennrunden: Einmal als die komplette Strecke noch offen war Indoor/Outdoor (1:01.620) und einmal als nur in der Halle gefahren wurde (42.224 Sek). Wobei der Kampf um die schnellste Rennrunde nur in der Halle äußerst eng war und Sebastian Papke vom Team Schnitzelalm mit 42.240 Sek. ganz schön knapp an mir dran war. Schlussendlich waren die Tausendstel aber auf meiner Seite.
Somit war es für mich/uns ein super Wochenende mit tollen Teams, super Karts und einer richtig gelungenen Streckenführung.
Abgerundet wurde das Race-Weekend mit der schon obligatorischen und weit bekannten After-Race-Party-Siegerehrung, die dann auch feucht-fröhlich in den frühen Morgenstunden endete.
Nun heißt es: Ein Jahr warten, bis wir unseren Titel in Eiselfing verteidigen dürfen/müssen.

 

                          
                                     vo.li. D. Hehl, M. Schöttler, D. Höller, S. Siepmann, C. Hehl, M. Eusterholz, Th. Schaller
                                                                                       im Kart S. Epp

                           
                                                                     ich im schönen Outdoorbereich (erster turn)

                          
                                                                                turn 2, kurz vor O Uhr

                         
                                                         hintere Halle beim Überholvorgang meiner Ex Teamchefin :-)

                         
                                                                       letzter turn und kurz vor der Zielflagge

                         
                                                                                    die Zieldurchfahrt

                         
                                                                             der Endstand nach 24h

                         
                                                                               die Siegerehrung (TOP 3)

                         
                                                                            das Siegerteam Eusteracing

                                          
                                        nach langer Heimfahrt doch noch schnell ein Bild mit den zwei Pokalen gemacht ;-)
                                                 Mit im Gepäck die schnellste Rennrunde Indoor+Outdoor: 1:01,620 sec
                                                                           und nur Indoor: 42,224 sec